01 #fastenzeit

Georg Steinhausen, Ostersamstag 2020

gedanken-kolumne.de

01 #Fastenzeit

Fastenzeit, Karwoche und Ostern sind ja irgendwie ideal, um die Gedanken mal zu sammeln. Zu Zeiten von Corona bleibt gar nichts anderes übrig. Lange schon beschäftige ich mich damit, den Kopf mal wieder zu sortieren. Mich interessieren derzeit nur noch Sachbücher, insbesondere zu ökologischen und philosophischen Themen, also all das was irgendwie in Krisenzeiten hoffentlich hilft den Blick zu schärfen.

Ich stehe vor der großen Asien-Landkarte, die bei uns an der Wand hängt. In drei Monaten wollten wir aufbrechen, zu Fuß, per Schiff und Bahn, um mit viel Zeit im Gepäck Südkorea zu erreichen, wo Christiane 1967 ein Jahr als Austauschschülerin verbracht hat. Bis auf das Visa für Russland ist eigentlich alles vorbereitet, denn viel mehr braucht es nicht. Losgehen reicht. Die notwendigen Reiseutensilien liegen bereit. Ein Rucksack für ca. 12 Kilogramm und alle notwenigen Dinge für unterwegs. Sechs Monate sind angesetzt genauer, waren angesetzt, denn im Moment herrscht Covid-19. Lockdown in fast allen Ländern der Erde.

Von gestern auf heute: weltweiter Stillstand. Damit mich dieser Stillstand nicht völlig aus der Kurve trägt, scheint es eine Fügung zu sein, endlich damit anzufangen, all die Informationen und gelesenen Bücher für mich im Kopf zu sortieren und einiges davon zu Papier zu bringen. Ich habe dies schon einmal vor fast 30 Jahren gemacht. Das Buch (in einer Mini -Auflage entstanden) hieß damals: „In Treue fest, denn die Wahrheit ermüdet“. Für mich damals eine Suche nach Wegen aus der allgemeinen Krise. Ich habe die Aufzeichnungen mal wieder aus dem Regal gezogen und festgestellt, es hat sich im Prinzip nicht viel geändert. Es geht weiter darum, wie unser Denken und vor allem unser Handeln die Welt zerstört, wie unser Glaube an das Wachstum unsere Lebensumwelt zerstört, wie wir weiterhin versuchen alle Probleme technisch zu lösen wie wir auf dem schmalen Grat balancieren zwischen Hoffnungslosigkeit und Perspektive. Der Schlusssatz damals lautete: „Innerhalb der Logik, alles zu Waren zu machen und in Geldwerten auszudrücken, wird es keine Wege aus der Zerstörung geben. Erkennen wir, was das System aus uns gemacht hat. Wenn wir eine an den menschlichen Bedürfnissen orientierte Zukunft anstreben, wir es keine andere Wahl geben, als das Zerstörungssystem selbst zu zerstören.“

Warum liegt eine solche Diskrepanz zwischen Erkenntnis und Handeln, wie wir es seit Jahrzehnten erleben? Die aktuelle Entwicklung, festgehalten in Büchern und derzeit vielfältigen Zeitungsartikeln zur weltweiten Pandemie lassen mich nicht ruhen, ich muss die Gedanken, so quer sie auch sein mögen, aufschreiben und wenn möglich teilen, mit denen, die daran ein Interesse zeigen.

Was macht Covid-19 mit uns? Ich fange einfach mal an aufzuschreiben, mal sehen, was daraus entsteht.

„Bisher sicherten Konsum, Status und Expansionsdrang das Überleben. Jetzt gefährden sie es.“ Dies schreibt Felwine Sarr in einem Essay in der Süddeutschen vom 7. April 2020. Für ihn ist es eine „Seltsame Zeit, in der man sich darüber klar wird, das leben mehr ist, als sich am Leben zu erhalten, dass es heißt, mit anderen zu leben, in Verbindung mit anderen.“

Die Corona Pandemie ist erstmalig in der Weltgeschichte ein Ereignis, was alle Länder und Menschen gleichermaßen betrifft, fast schon eine „demokratische Seuche“, dennoch gibt es große Unterschiede. Wie immer leiden diejenigen am stärksten, die sich keine Krankenversicherung leisten können, keinen Zugang zu frischem Wasser oder einem Gesundheitssystem haben, aufgrund ihrer sozialen Lage schon als Risikogruppe gelten und von einem Leben „von der Hand in den Mund“ im täglichen Kampf abhängen.

Corona könnte ein Beispiel sein für mehr Solidarität. Solidarität zeigt sich im engen nachbarschaftlichen Bereich, hört aber schon zwischen den Bundesländern, den europäischen Nationen und erst recht weltweit auf. Der Kampf um Schutzmasken, Schutzbekleidung und Beatmungsgeräte um die Frage, wer erhält wie viel aus welchem Schutzschirm, verdeutlicht unser kapitalistisches Gesellschaftsmodell, welches den Profit an die erste Stelle setzt und dann erst den Menschen und seine Bedürfnisse.

Persönlich spüren und leben wir derzeit ein großes Miteinander, wir machen Musik und/oder Kuchen für die Nachbarn, schlagen Töpfe und applaudieren für die „systemrelevanten Menschen“ die für uns da sind. Wir befördern diese WIR-Haltung und finden uns großartig, gleichzeitig gibt es aber kaum ein öffentliches politisches Wort zur Situation benachteiligter Menschen oder Länder. Es geht um uns! Die Rückholaktionen von fast 300000 deutschen Urlaubern aus aller Herren Länder (interessant, dass schon vor den Osterferien jeder 270te Deutsche irgendwo in der Welt in Urlaub ist, also ohne Auto) zeigt die Wertigkeit an. Es geht um UNS, nicht um diejenigen, um die es ja auch noch nie ging. Die Flüchtlingsproblematik existiert gerade nicht, wir geben wohlmeinende Hinweise wie man sich woanders zu verhalten hat. WIR sind uns am nächsten. Unsere „Ich-Gesellschaft“ hat sich momentan nur auf die direkte Nachbarschaft erweitert, beim Kampf um das Toilettenpapier bleibt es beim „ich“. Migration, die Situation der Flüchtlinge in Griechenland? Passt jetzt gerade gar nicht, vielleicht 50 unbegleitete kranke Minderjährige aus Lesbos holen? Wenn es unbedingt sein muss, dass zeigt zumindest unseren guten Willen und unsere Menschlichkeit.

Eigentlich wäre ich jetzt mit Schüler*innen und Kolleg*innen des Schulcircus Radelito in der Kölner Partnerstadt Corinto / Nicaragua um gemeinsam mit unseren Freunden vom Circo Colorinto das 15-jährige Bestehen des Austauschprojektes SOMOS-Wir sind! zu feiern. Rückkehr genau heute.

Covid-19 kommt mit etwas Verzögerung auch gerade in Nicaragua an und ließ uns daher draußen. Offiziell gibt es dort derzeit nur wenige Infizierte (wenige Tests gleich wenig Infizierte). Die Osterferien stehen an, es sind die Nicaragua-Sommerferien, die heißeste Jahreszeit. Ganz Nicaragua bewegt sich zum Strand. Was, wenn sich jetzt Covid-19 verbreitet wie ein Lauffeuer? Vor Ort in Corinto arbeiten gerade alle im „Vorbeuge-Modus“. Schriftlich und mündlich werden die Informationen von Haus zu Haus „transportiert“. Die Vorstellung fällt mir schwer, wie zwei Meter Abstand bei Latinos, funktionieren soll. Die Bilder, die ich per WhatsApp erhalte, belegen die Vermutung: Alles was derzeit gemacht wird, passiert ohne Abstand. Das Kulturzentrum CCCM wird vorbereitet für den Katastrophenfall, eigentlich sein zweiter Verwendungszweck, denn seit der Eröffnung 2013 ist es das kulturelle Trainingszentrum für die Kinder und Jugendlichen und das Zuhause des Circus.

Was macht das alles hier mit uns? In Nicaragua kennt man derzeit noch keine „Einschränkung der Bewegungsfreiheit“, gleichzeitig warten wir hier darauf, dass diese Einschränkungen wieder entfallen, denn die Wirtschaft schreit nach Umsatz. Wir warten nur darauf, dass die Geschäfte wieder öffnen, alles soll möglichst schnell so sein wie vorher.

Das Credo des Neoliberalismus lautet: Der Markt wird und soll es regeln. Mittlerweile haben wir diesem Credo alles unterworfen, diesem „unsichtbaren Spiel der Kräfte“. Interessanterweise waren es die Verfechter dieser Marktlogik, die als erste nach dem Staat riefen, als sich der wirtschaftliche Shutdown über das Land legte. Wie aus dem Nichts sind plötzlich über eine Billion Euro allein in Deutschland vorhanden um alle, wirklich alle Risiken der Wirtschaft abzudecken. „Whatever it takes“, wie Markus Söder in Anlehnung an die Finanzkrise 2009 sagte. Das zuvor böse Wort von der Verstaatlichung wird plötzlich ausgesprochen wie die Begrüßung eines Freundes, ob bei Anja Kohl, der ARD-Börsenexpertin in HartAberfair vom 17.03.20, bei Staatspräsident Marcron in SZ vom 18.03. oder zum spanischen Gesundheitssystem (SZ 18.03), selbst Olaf Scholz schließt dies nicht mehr aus (ZEIT 13-2020).

Der Staat soll es richten. Unser konsumistisches Wirtschaftsmodell muss „alternativlos“ gerettet werden, koste es was es wolle. Der „freie Markt“ gilt im Moment nur noch für all die überwiegend Solo-Selbstständigen, die Kleinunternehmer und Künstler. Auf diesem „Markt“ liegen sie jetzt die Freelancer, Berater, Gutachter, Spekulanten, die mit SERVICES in Beratung, Werbung, Aus- und Fortbildung, Vernetzung, Coaching, mit Vorträgen, Versicherungen, Begutachtungen, Wellness, mit all ihren  „substanzlosen Leistungen die hohes Einkommen erbringen“, wie Niko Peach es ausdrückt (Befreiung vom Überfluss -oekom-varlag). Die solo-Künstler-Selbständigen-Kleinunternehmer*innen liegen / stehen vor dem NICHTS, von gestern auf heute. Hinzu kommt natürlich das Riesenheer der Mini-Jobber (Frauen, Studenten, Migranten, Erntehelfer, verarmte Rentner ..). „Dumm gelaufen“ könnte man sagen.

Von gestern auf heute wird in unserem Gesellschaftssystem deutlich, wer wirklich „systemrelevant“ ist und wer vorgibt dies zu sein. Deutlich wird, systemrelevant sind all die unterbezahlten und häufig per Mini-Job erledigten Tätigkeiten, die unsere Grundversorgung sichern, nicht die Home-Office-Jobs, die auch von einem Traumstrand in Bali aus erledigt werden können, nicht die Firmensanierer, Marketingexperten und schon gar nicht die Banker. Es sind die geringverdienenden Menschen und hier vor allem die Frauen, die uns, wenn es wie im Moment um Alles geht, den „berühmten Arsch retten“. Es ist die unbezahlte Care-Arbeit (ob Kindererziehung, Haushalt, häusliche Pflege) gekoppelt mit der unterbezahlten Arbeit als Kassiererin, in der Pflege, im Kindergarten, die „ausländischen“ Wanderarbeiter in der Landwirtschaft … welche den Laden am Laufen halten -oder auch nicht, wenn sie fehlen. Das diese Tätigkeiten, in Kombination mit dem Shutdown und der Schließung von Kindergärten und Schulen auch wieder vermehrt zu häuslicher Gewalt und Kindesmisshandlungen führen, sind Kollateralschäden, eine Randnotiz. Männer sind es halt nicht mehr gewohnt, sich um „systemrelevante“ Dinge zu kümmern. Unser männlich organisiertes Gesellschaftssystem gerät außer Kontrolle, wenn all das, was wir „gut können“ plötzlich nicht mehr wichtig und gefragt ist (bis auf Bauarbeiter und LKW-Fahrer). Zu empfehlen ist in diesem Zusammenhang das gerade erschiene Buch „Unsichtbare Frauen“ (btb-Verlag 2020) von Caroline Criado-Perez. Eine wahre Datenflut verdeutlicht, dass die Hälfte der Menschheit in unserem normalen männlich geprägten Leben nicht oder nur als unbedeutende Randnotiz vorkommt. „Unsere Welt ist von Männern für Männer gemacht und tendiert dazu, die Hälfte der Bevölkerung zu ignorieren“, heißt es im Umschlag. Das Buch beginnt mit dem Satz:  „Der Großteil der Menschheitsgeschichte ist eine einzige Datenlücke“ und endet mit der Feststellung, „Aber immer, in den schlimmsten Fällen sind Frauen zur Stelle und schließen die Lücken, die durch eine männerorientiere Katastrophenhilfe entstehen, natürlich hinter den Kulissen“. Alles klar Männer?

Bezogen auf die aktuelle Situation schreibt Susan Vahabzadeh in der Süddeutschen vom 7. April 2020: Frauen leisten nicht nur zu 80% die unbezahlte Care-Arbeit und sorgen damit für die später eintretende Altersarmut, ihr Anteil an der gering bezahlen Arbeiten in den Bereichen der Pflege, im Einzelhandel etc. liegt bei über 70%, ebenso im Bereich der Mini-Jobs. All diese Jobs sind selbstverständlich bei der kleinsten Krise schnell und leicht kündbar und fallen aus der sozialen Absicherung heraus, sie zitiert hier Daten vom Armutsforscher Christoph Butterwegge. Willkommen in unserer Risikogesellschaft, in der alle gleichmäßig von der Krise betroffen sind.

„Die Risikogesellschaft markiert eine gesellschaftliche Epoche an der an die Stelle der „Gemeinsamkeit der Not“ die „Gemeinsamkeit der Angst“ tritt. Der Typus der Risikogesellschaft markiert also eine Epoche der „Solidarität aus Angst“, schrieb Ulrich Beck bereits 1986 in seinem Buch „Risikogesellschaft“ (Suhrkamp 1986 S. 66).

Roger Willemsen hat in seiner Zukunftsrede („Wer wir waren“, Fischer TB 2016) unsere Rolle auf diesem Globus so beschrieben: „Ja, der Globus hat homo sapiens, und dessen einzige sichere Zukunft ist die Krise, der wir immer neue Namen geben, Namen wie Klimaerwärmung, Migration, Burnout, Dürre, Ressourcen Knappheit, Artensterben, ..“ (S. 8), Corona, könnte man jetzt ergänzen.

´Globalisierung macht uns deutlich, dass wir in einer Welt der Fremdversorgung leben´, wie Niko Paech es beschreibt. ´Wir sind nicht mehr in der Lage, unsere grundlegenden Bedürfnisse selber zu befriedigen, wir hängen von Lieferketten ab.  Diese Fremdversorgung prägt eine Angstkultur (es könnte was dazwischen kommen -wie jetzt Corona). Unser geldbasiertes Wohlstandsmodell darf also nicht angetastet werden´. ´Als vollständig fremdversorgte Individuen benötigen wir den Zugriff auf nie versiegende Geldquellen, die durch Erwerbsarbeit im Industrie- und Dienstleistungssektor, durch Unternehmergewinne oder staatliche Transferleistungen gespeist werden. Individuelle Freiheit bedeutet, angemessene Teilhabe sich alles leisten zu können, mit der Folge, dass es sozialen Fortschritt nur durch ökonomische Expansion gibt. Die enorme Steigerung des materiellen Wohlstands beruht allein auf ökologischer Plünderung. Wir sind mittlerweile so von der äußeren Zufuhr abhängig, wir wären zum Aussterben verdammt, wenn alle Supermärkte der Welt vier Wochen lang geschlossen wären, so Paech. (S. 60ff)

„Das ist die Dialektik des Anthropozäns (also des Zeitalters, in dem der Mensch der bestimmende Faktor für das globale Ökosystems geworden ist): die möglichst weit vorangetriebene Naturbeherrschung und die herrschende Kultur immer weiter perfektionierter Fremdversorgung schafft Kontrollverluste ungeahnten und unplanbaren Ausmaßes“, wie Harald Welzer anmerkt (Selbst Denken, eine Anleitung zum Widerstand, Fischer 2013; S. 117). Genau dies können wir gerade beobachten.

Für Felwine Sarr ist „das Virus ein Ergebnis des Anthropozäns, einer Zerstörung der Biodiversität durch eine gedankenlose kapitalistische Produktionsweise und der Hybris eines Viertels der Menschheit, der Europäer und Amerikaner, inzwischen auch der Chinesen. Die ganze Welt zahlt den Preis für deren Leichtfertigkeit und Egoismus. Dieses Virus deckt die Anfälligkeit der Weltgesellschaft auf, ihre Ungleichheit, ihren Mangel an Solidarität. Es erinnert uns, dass wir alle dasselbe Schicksal teilen. Niemand wird den Auswirkungen der ökologischen Krise entgehen, die bereits im Gange ist“.

Von vielen Wissenschaftlern, Kommentatoren und Politikern ist Sarr für mich einer der wenigen, die aktuell den Zusammenhang herstellen, zwischen Corona und unserer Art zu leben, unserer Art mit Krisen umzugehen und unserem Blick einzig auf uns selbst. Covid-19 ist ein Teil einer großen Systemkrise und sollte uns verdeutlichen, dass wir mehr als dringend grundlegende Änderungen an diesem System vornehmen müssen. Die Welt fastet (zu großen Teilen), verursacht durch das Virus Covid-19. Es bedroht das Leben vieler Menschen, es ist unsichtbar und legt weltweit große Teile des „normalen Lebens“ lahm. Wir stehen irgendwie am Abgrund und ringsum ist nur Ratlosigkeit.

Der Krisenmodus legt sich derzeit über die Welt. Bilder von Särgen, leeren Toilettenpapier-, Dosen-, Nudel-Regalen, Menschen die in überfüllten Krankenhäusern auf dem Boden liegen, Schlangen vor Apotheken und Lebensmittelgeschäften, leere Einkaufsstraßen und Autobahnen, geschlossene Fabriken und Parks, verwaiste Schulen, Universitäten und Innenstädten, all dies deutet weltweit die Dramatik an. Der Globus ist erstmals überall im Krisenmodus, nicht gleichzeitig nicht in gleicher Intensität, aber die Krisen-Welle schwappt von Osten in Richtung Westen über alle Kontinente. Die Pandemie ergreift Besitz von allem. Gut für´s Klima, und sonst? Der Stadtanzeiger meldet am 1. April: „Hitzewelle in der Antarktis“. Ach ja, Klimawandel gibt es ja auch noch.

„Nichts wird so sein wie vorher“ lauten derzeit die Schlagzeilen, aber was wird anders sein? Eigentlich ein günstiger Zeitpunkt, um genauer darüber nachzudenken. Öffentlich beginnt gerade die Diskussion „Exit-Strategien“ zu entwerfen.

Bleiben soll natürlich all das, was unser Leben so angenehm macht: Reisen, konsumieren, sich treffen, „all das machen, worauf ich gerade Bock habe“. Die Träume bleiben natürlich. Der Staat soll bitte mehr aufpassen, dass es keine Pandemien mehr gibt, die systemrelevanten Berufsgruppen sollen etwas mehr verdienen, gleichzeitig soll natürlich nichts teurer werden oder mit speziellen Einschränkungen verbunden sein. Geld soll natürlich immer vorhanden sein. Der Film „Angst essen Seele auf“ von Fassbinder geht mir durch den Kopf, geht es uns als Gesellschaft nicht ebenso? Angst vor dem Neuen vor einer radikalen Veränderung!

Was ich jetzt gerade am liebsten machen / verändern würde? Der Rucksack steht praktisch gepackt im Zimmer, es fehlt nichts, um einfach loszugehen, wenn da nicht gerade die Ausgangssperre wegen Covid-19 wäre und ich auch noch zur Risikogruppe zählen würde.

Da bleibt nur die Zeit, weiter nachzudenken und die neuen Ideen aufzuschreiben.

Aber erstmal Frohe Ostern

Georg Steinhausen

Veröffentlicht von Georg Steinhausen

Nach über 40 Jahren Lehrerdasein, nach 30 Jahren Schulcircus Radelito, nach 15 Jahren Austauschprojekt SOMOS-Wir sind, mache ich mir jetzt so meine Gedanken .... und schreibe einiges davon auf

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